Über mich
Geburtstag: 19. Mai 1983
Wohnort: Dresden
Größe: 1,83 m
Aktiv seit: 2000
Beruf: Student, Radsportler
Studium: Leichtbau an der TU Dresden
Aktuelles Team: ???
Bisherige Teams: Hai Bike Deutschland, Team Focus, Stevens Racing Team Hamburg
Lieblingsrennen: Bei Matsch und Regen um den Gefrierpunkt
Stärken: Laufpassagen, schnelle Strecke
Schwächen: 30° Celsius und mehr, lange steile Berge, lecker Essen
2002 - 2003
Mit dem Radsport begann ich als Quereinsteiger im Jahr 2000. Ich fuhr für Mounty Altenberg in der MTB Cross Country Bundesliga und erreichte im Juniorenbereich Top Ten Platzierungen. Vor allem aufgrund des strengen Winters in Sachsen begann ich mit Cyclocross, zunächst aus Spaß und um meine Fahrtechnik zu verbessern.
2003 - 2004
Als Sportsoldat konnte ich 2003 leben und trainieren wie ein Profi. Doch wer denkt, man kann trainieren wie ein Profi und fährt damit Rennen wie ein Profi, liegt falsch. In diesem Jahr ging so viel schief, wie eigentlich nur schief gehen konnte. Ich konnte trotz gutem und gezieltem Training keine Ergebnisse erzielen, die Beine wurden im Rennen schnell schwer und es lief nichts mehr.
Daraufhin gönnte ich mir im Vorfeld der Crosssaison einen mehrwöchigen Urlaub mit Freunden ohne Rad. Im Januar 2004 wurde ich überraschend Fünfter der Deutschen U23-Meisterschaft in Wadern.
Seit der DM 2004 legte ich Stück für Stück meine sportlichen Ziele in Richtung Cross und wechselte den Verein zum RST Freiberg.
In der darauf folgenden Crosssaison fuhr ich gute Rennen in Mitteldeutschland und konnte abermals einen fünften Platz bei der U23 DM in Kleinmachnow einheimsen. Für mich war das eher ein enttäuschendes Ergebnis, denn mein eigentliches Ziel zur WM zu fahren, hatte ich nicht erreicht.

2005 - 2006
Sponsoren und Gönner hatte ich, mit Ausnahme meiner Familie, auf herkömmliche Weise bis dahin nicht finden können. Ich entschloss mich, all meinen Mut zu sammeln und mit einer durchdachten Bewerbung bei einigen Teams und Firmen nach Sponsoring anzufragen.
Das ich letztendlich zwei Jahre für das Focus Team gefahren bin, habe ich dem Produktmanager Jörg Arenz zu verdanken. Er lud mich zum Weltcup nach Willingen ein, lernte mich kennen und nahm mich am selbigen Wochenende noch in das Team auf.
Im Vorfeld der Crosssaison und mit dem Vertrag in der Tasche, fehlte mir nur noch eines: Ein passendes Automobil. Denn ich wusste, wenn ich jemals an einer WM teilnehmen wollte, muss ich national alle wichtigen Rennen bestreiten und damit jedes Wochenende quer durch Deutschland tingeln. Mit der Hilfe meiner Großeltern konnte ich mir einen VW Multivan T4 (Baujahr 1994) kaufen.
Die erste Saison für mich in einem Team und mit eigenem Bulli. da konnte doch nichts mehr schief gehen! Dachte ich mir, und so war es auch. Ich konnte von Rennen zu Rennen meine Ergebnisse verbessern und durfte an meiner ersten Weltmeisterschaft teilnehmen - Elite Querfeldein WM in Zeddam!!!
Für mich ging ein Traum in Erfüllung und ich wusste nun, dass sich die ganzen Strapazen und die Disziplin doch lohnen.
2006 -2007
Aufgrund der besseren sportlichen Perspektive kam Anfang September 2006 der Wechsel zu Stevens. Ich konnte von den erfahrenen Jungs des reinen Cross-Profi Teams profitieren und lernte zum Beispiel in den zwei Wochen des Teamtrainingslager mehr über das Querfeldeinfahren als die komplette Saison zuvor.
Meine Form stieg stetig und meine Platzierungen wurden von Rennen zu Rennen besser. Im Winter sollte jedoch nicht alles nach meinem Wunsch verlaufen. Das “Stevens Racing Team” wurde aufgelöst und ich wusste vorerst nicht, wie es weiter gehen soll.
Allein der vierte Platz beim internationalen Rennen am Bornheimer Hang in Frankfurt (C2) war ein Meilenstein. Darauf folgten Platz 3 in Herford (C2) und der deutsche Meistertitel in Auerbach.
Nach der DM, dachte ich hui, jetzt haste aber was angerichtet. Wolltest vor noch nicht allzu langer Zeit mit dem Radsport aufhören und dann stehst du anderthalb Jahre später auf dem DM Podest ganz oben. Doch der Traum war noch nicht zu Ende. Am 21. Januar 2007 konnte ich seit der Ära von Mike Kluge eine Weltcupplatzierung eines Deutschen unter den ersten 10 erreichen. Das Rennen da war unglaublich! Es regnete in Strömen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, aber anscheinend fühle ich mich erst wohl, wenn alle anderen Fahrer wegen der Kälte zu schlottern beginnen. Seit dem 1. Januar 2007 starte ich als Amateur für den Harvestehuder RV und bin Ehrenmitglied im RST Freiberg. Durch den Deutschen Meistertitel wurde ich abermals für die Weltmeisterschaft 2007 in Hooglede-Gits nominiert und konnte mit dem 28. Platz das beste Deutsche Ergebnis in der Eliteklasse herausholen.
2007 -2008
Im Sommer 2007 sammelte ich meine ersten Erfahrungen auf der Straße, unter anderem bei der Irland Rundfahrt und nationalen Straßenrennen. Ich wurde beim 2007er Cape Epic in Südafrika mit meinem Teampartner sechster der Gesamtwertung und konnte hier und da ein Rennen im Gelände im Sommer gewinnen. Der Winter begann vielversprechen. Denn das Trikot beflügelte schon ein wenig - die Motivation war einfach da und die Ergebnisse passten. So wurde ich beim Ersten Weltcup der Saison 24ter und konnte bei internationalen Rennen der Kategorie C2 und C1 wichtige Weltranglistenpunkte sammeln. Ich musste aber leider von nun an extrem viel Reisen und das kostete schon Körner. Zur Deutschen Meisterschaft war ich topfit und belegte leider nur den Dritten Rang, obwohl ich bis 500m vorm Ziel alleinig auf Position Eins lag. Nach der DM war dann leider bei mir die Luft raus - der Druck in den Beinen fehlte und ich belegte keine für mich zufriedenstellende Platzierungen mehr.
2008 -2009
Der Sommer dafür begann vielversprechend. Mein erstes Lehrjahr auf der Straße trug bereits ein paar Früchte und ich konnte insgesamt 7 Straßenrennen gewinnen. Unter anderem 2 Etappen bei der “JEANTEX TRANS ALP”, die Kriterien in Dölzig und Lützschena und den Cyprus Road Cup in Alampra. Auch auf das MTB habe ich mich nochmal getraut und wurde ohne Vorbereitung beim Erzgebirgsbike Marathon sehr guter Dritter. In der Querfeldeinsaison lief bei den nationalen Rennen alles optimal. Das Stevens Team beherrschte den Deutschlandcup nach Belieben und wir konnten viele Erfolge feiern. Leider habe ich mich im Sommer, bzw. in der Vorbereitung auf die Saison etwas übernommen und habe lange Zeit benötigt aus meinem Formtief heraus zu kommen. Zur Deutschen Meisterschaft jedoch rief ich meine sicherlich Beste Leistung ab und konnte als “Erster Sterblicher” hinter dem U23 Weltmeister Philipp Walsleben und vor dem Milram Pro-Tour Fahrer Paul Voss die Silbermedaillie einfahren. Die Weltmeisterschaft in Hoogerheide beendete ich auf einem zufriedenstellenden 28ten Platz.
2009 -2010
Für das Jahr 2009 habe ich mir viel vorgenommen und konnte abermals zeigen, dass die Straßenrennen in Sachsen und Mitteldeutschland auch über mich entschieden werden. Ich fuhr im Frühjahr und den Sommer über vier Rundfahrten und hatte mit der Baltyk Tour, der Tour of Malopolska, die Tagesrennen Banja Luka - Beograd und die Internationale Sachsentour ein sehr gutes Programm. Dabei durfte ich einerseits in Malopolska einen Tag im Führungstrikot fahren und fuhr bei dem 1.2. Rennen in Banja Luka auf einen sehr guten 8ten Rang. Meine Straßensaison beendete ich mit voller Zuversicht auf den Winter. Doch es sollte anders kommen. Am 17. August hatte ich einen schweren Verkehrsunfall und musste die komplette Querfeldeinsaison absagen. Zwischenzeitlich habe ich noch gehofft, doch noch zur Deutschen Meisterschaft aufzutauchen, um meine “Silberne” zu verteidigen, oder gar ein zweites mal nach dem Meistertitel greifen zu dürfen. Aber aufgrund einer ärtzlich verordneten Weiterbehandlung musste ich auch diese absagen. Gesundheit ist das wichtigste Gut und sie hat defintiv Vorrang. Im Frühjahr werde ich hoffentlich wieder Rennen fahren dürfen.