Am Sonntag nach Bad Dürkheim startete ich in Wiesbaden.
Der Sturz vomVortag steckte mehr im Kopf, als in den Knochen und ich beschloss anfangs mir das Rennen von hinten anzuschauen. Nach 10 gefahrenen Runden jedoch hielt ich es dort nicht mehr aus, da es ebenso weh tat, wie vorn zu fahren und setzte eine Attacke.
Mir drei weiteren Fahrern kam ich vom Feld weg und konnte die ersten Wertungspunkte holen. Unsere Gruppe wurde wieder eingeholt und ich fuhr abermals eine Weile weit hinten im Fahrerfeld. In der Halbzeit des Rennes waren viele Fahrer platt und das Tempo wurde etwas langsamer. Ich setzte Sascha Wagner, der alleinig an der Spitze fuhr, nach und letztendlich fuhren wir zu sechst das Rennen als Spitzengruppe zu Ende.
Bei sämtlichen Wertungen zog ich es vor, um jeden möglichen Körperkontakt aus dem Weg zu gehen, einen langen Sprint zu fahren. So attackierte ich eigentlich oftmals zu früh und hatte sehr zu kämpfen, das Tempo zu halten. Der Schlusssprint war nochmal richtig spannend und ich konnte Christopher Schunk - Team Marin Bikes - gerade noch vor der Ziellinie abfangen und gewann das Rennen.
Mein verletzte Hand nahm jedoch meinen Einsatz übel und schwoll sehr an. Ich hoffe, dass die Blessuren bis zum kommenden Wochenende ausgeheilt sind und ich ohne Beeinträchtigung zur Deutschen Meisterschaft in Sangerhausen starten kann.
Mein Dank geht an die Familie Gräber und an die Organisation des Rennens. Es hat Spaß gemacht.
Zum Glück sind mir außer Schürfwunden, einer tiefen Schnittverletzung und Prellungen an der linken Hand nicht viel passiert. Es tut dennoch doppelt weh, da ich mein eigenes Material schnellstmöglich ersetzen muss, um nächstes Wochenende zur Deutschen Meisterschaft starten zu können.
Fotos und Rechte: Christian Fuchs - www.foxgrafix.de
Das Team Baier aus Landshut lud am vergangenen Wochenende zum Team Baier Corratec Radsportfestival ein und veranstaltete zwei sehr schöne und zugleich selektive Rennen. Die Wettkämpfe nutzte ich als gute Vorbereitung für die Deutsche Straßenmeisterschaft, da das Streckenprofil in Sangerhausen ähnlich bergig gehalten ist.
Kriterium am Samstagabend
Das über 67km lange Kriterium am Samstagabend startete sehr schnell und innerhalb der ersten 10 Runden bildete sich eine 10 köpfige Spitzengruppe. Ich kam nicht richtig in den Tritt, hatte Probleme mitzuhalten und entschied vorerst ruhig zu bleiben. Ein zwar kurzer, aber dennoch knackiger Anstieg hatte es ganz schön in sich und wurde von Runde zu Runde immer schwerer und so sollte es auch werden… Meine Beine waren sehr gut doch bekam ich schlecht Luft und mein Zustand verbesserte sich nicht wirklich. So entschloss ich aufgrund des kommenden schweren Rennens am Sonntag nach gut zwei Drittel das Rennen zu verlassen.
140km mit 2100hm
Am Sonntag fand das Hauptrennen mit über 100 Startern auf einem sehr bergigen Rundkurs, welcher mit 7,9km Länge 115hm besaß und 18mal bewältigt werden musste, statt. Das Wetter spielte optimal mit, die Hitze ließ nach und der Regen blieb bis zum Zieleinlauf aus. In den ersten drei Runden passierte nicht viel und die Jungs fuhren gleichmäßig aber dennoch zügig über die Berge. Nach 6 Runden bekam ich zur Bergwertung hin Probleme und das Hauptfeld musste die ersten Jungs ziehen lassen. Die neunköpfige Spitzengruppe fuhr konstant weiter, da in ihr alle Favoriten versammelt waren. Ich hielt mich von nun an nur noch mitten im Hauptfeld auf und versuchte bestmöglich über die insgesamt 2100hm zu kommen. In der letzten der insgesamt 18 Runden griff ich an und zog mit drei weiteren Rennern auf und davon. Im Zielsprint ließ ich den Jungs bei mir keine Chance und wurde als 18ter notiert.
Ausblick
Alles in allem kann ich mit den Rennen zufrieden sein, da mir die Rundfahrt in Polen noch auf die Beine schlägt und ich nicht aus dem Vollen schöpfen konnte. Am kommenden Wochenende heißt es nochmals weit reisen, da ich in Bad Dürkheim und Wiesbaden starten werde.
Trotz des Hochwassers an Oder und Werra in Polen fand die diesjährige Baltyk Rundfahrt statt. Wir hatten mit dem Wetter viel Glück und wurden so nie wirklich nass.
TAG 1 -Sprint um Platz 6 und Nachmittags Spitzengruppe
Die Rundfahrt begannam ersten Tag mit einer Doppeletappe von 150 und 65 km. Das gesamte Feld war nervös und alle versuchten in eine Ausreißergruppe zu kommen. Am Nachmittag gelang mir dies, doch aufgrund der Uneinigkeit in der Gruppe wurden wir auf den letzten 15 km wieder eingeholt. Ich belegte jeweils im Sprint einen guten siebten und sechsten Platz. Danke an Marcel Kalz vom Berliner KED-Bianchi Team, welcher mir jeweils den Sprint anfuhr, obwohl wir in unterschiedlichen Trikots fuhren.
UNGALUBLICH: TAG 2
Am zweiten Tag passierte etwas, was ich noch nie gesehen oder erlebt habe. OSTEUROPA: Ich wollte andiesem wie auch an allen anderen Tagen auf das Sprintertrikot fahren und hoffte auf die jeweiligen Wertungen. Doch der Veranstalter und unser polnischer Übersetzer sagten und zeigten auf dem Etappenplan uns, dass es keine Sprint-Wertungen, wie eigentlich angekündigt, auf den ersten 10 km geben wird. Ich hielt vorerst die Füße still und die stärksten Fahrer des Feldes ließen 7 Jungs innerhalb der ersten 2 km auf und davon fahren. Keine Mannschaft hatte Ambitionen hinterherzufahren und vor allem die DHL Jungs, welche mit 9 Fahrern die größte Mannschaft im Feld war, führten unverständlicherweise keinen Meter. Verstehen kann ich es bis heute nicht, dass das Feld von Kilometer Zwei an für die restlichen 215km ein Groupetto bildete. Wir kamen mit einem Rückstand von rund 22 min hinter dem ersten Fahrer an. Platz 12 war damit ein zweiter Platz beim Sprint des Feldes. Das Gesamtklassement war damit erledigt und ich konnte von dieser Etappe an nur noch auf eine Tagesplatzierung fahren.
TAG 3 - SPITZENGRUPPE
Am dritten Tag gelang es mir, abermals in die erste große Spitzengruppe zu fahren und ich konnte mich dort sehr gut behaupten. Allein gegen 12 Polen hatte ich kaum eine Chance und der Versuch, die Gruppe nochmals zu sprengen, missglückte. Die Jungs ließen mich nicht fahren und ich war irgendwann einfach platt.
TAG 4 -Sven’is Tag
Tag Vier war mit mehreren Windkanten alles andere als einfach und die Geschwindigkeit blieb durchweg hoch. Abermals vorn in einer Gruppe, welche wieder nicht richtig fuhr, attackierte ich auf ein Neues und fuhr mit einem DHL- Fahrer an der Spitze. Wir wurden nicht weggelassen und ich schickte Sveni weg, da er noch nicht für großes Aufsehen gesorgt hatte und seine Beine sehr gut waren. Er behauptete sich gegen einen Ukrainischen Nationalfahrer sehr gut und fuhr die restlichen 70 km allein mit ihm vorn an der Spitze.
TAG 5 verkürzt aufgrund Hochwasser
Es folgte aufgrund des Hochwassers eine verkürzte Etappe über 55 km. Wieder ging eine Gruppe mit 3 Fahrern und es lag am Feld dieses Loch zu schließen. Auf den äußerst schlechten Straßen eilten wir letztendlich um den Dritten Platz. Ich bekam mächtigen Ärger mit einem polnischen Fahrer, weil er mir regelrecht mutwillig vor das Rad gefahren ist und balancierte einen Sturz gerade noch so aus. Mit dem sechsten Platz des Tages und damit einem vierten Platz im Feld war ich sehr zufrieden.
TAG 6 Doppeletappe mit Bergzeitfahren und Riesengebirge
Am letzten Tag und somit auf der Königsetappe standen das Bergzeitfahren und die einzigen zwei Bergwertungen der Rundfahrt an. Für das Zeitfahren hatte ich keine größeren Ambitionen, da es letztendlich egal ist, ob ich nun 20ter oder 30ter der Gesamtwertung werde. Ich benötigte am Ende rund 6min mehr als der Tagessieger und fuhr meine Beine für den Nachmittag locker. Unerwartet verlief die Schlussetappe über 150 km relativ ruhig. Bei den Wertungsabnahmen wurde das Feld unruhig und einige Fahrer sprangen, wurden aber stets innerhalb der folgenden Kilometer zurück geholt. Im einzig wirklichen Sprint um den Tagessieg während der Rundfahrt war ich vollkommen auf mich allein gestellt, setzte alles auf eine Karte und zog 500 m vorm Ziel von links gegen drei Mostostal Jungs von rechts an. Leider fehlte mir dadurch die Kraft und ich verlor einen erhofften Podestplatz.