Mai 2010


An Christi Himmelfahrt fand in diesem Jahr die 21. Auflage des Großen Preises von Buchholz statt. Das Rennen gehört zu den größten Radsportveranstaltungen im Norden Deutschlands und lädt etliche Pro-Tour und Pro-Continental Fahrer ein, die Zuschauer zu begeistern. So jubelten auch in diesem Jahr rund 5000 Menschen an der Rennstrecke. Die 3km lange Rundstrecke, die wir 40x zu bewältigen hatten, war mit einem 300m langen Anstieg und einer äußerst schnellen Abfahrt gespickt.

Bei Kilometer Null begann das Rennen mit mir in der ersten Spitzengruppe. Leider wurden wir innerhalb von 15km wieder in das Feld zurück geholt und ich konnte keine Prämie oder Punkte für die Sprintwertung sichern. Direkt nach Aufschluss ergab sich eine neue Gruppe um Andre Schulze (PSK Whirlpool) und Dominik Nerz (Milram Pro-Tour) mit fünf weiteren Fahrern. Das Team Nutrixxion fuhr geschlossen hinterher. Ich konnte vorerst Luft holen und musste nur aufpassen, dass keine weitere Gruppe ohne mich entsteht.

Als 15 Runden vor Schluss die 7-Mann-starke Spitze gestellt wurde, wurde das Rennen unruhig und die ständigen Attacken machten diese Kilometer alles andere als einfach. Immer wieder sprangen Gruppen aus dem Feld und wurden wieder gestellt. Ich versuchte einmal mein Glück im Alleingang, doch musste schnell feststellen, dass ein Entrinnen zu diesem Zeitpunkt nahezu unmöglich war.

So fuhr ich von nun an mit viel Auge und war in den letzten beiden entscheidenden Gruppen vertreten. Letztere bildete sich in der 39ten Runde in der Abfahrt. Mit meinem Teamkollegen Heinrich raste ich den Berg mit über 70 Sachen hinunter und schloss zu den neun Jungs auf. Die Gruppe hielt bis zum Schlussanstieg und ich nahm all meinen Mut in die Hand und attackierte am Fuße des Berges. Auf dem rund 400m langen Sprint konnte auf den letzten Metern einzig Tino Meier (LKT Brandenburg) an mir vorbeiziehen.

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Mit meinem zweiten Platz konnte ich ein weiteres Ausrufezeichen setzen und freue mich, dass meine Formkurve ansteigend ist.   

Foto / Rechte: Uwe Hasubek

 

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Ich glaub vor zwei Jahren war es, als ich mitten in der Dresdner Neustadt von einem fremden Typen mir nichts dir nichts angesprochen wurde und ihm aufgrund der Bestechung eines Bierchens meine Identität als Radsportler preisgeben musste. Schuld an dem Treffen war mein beklebter Bus und ich freue mich, dass es heutzutage noch solch Radsport-verrückte Leute wie Torsten, den Ladenbesitzer, gibt. Wir sind Kumpels geworden und er hat durch Zugabe meinerseits seinen Laden dekoriert. Ich hänge da neben Jan und “Sportsfreund Lötzsch” und finde den Platz toll.

Danke Torsten.

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Buckow lud heute zum 8. Radfest östlich von Berlin zu einem äußerst schönen Rundstreckenrennen über 130km ein. Die Besetzung war durch die Teams KED Bianchi Berlin, High Works aus Gera, Sparta Prag, Dukla Prag, Team Jenatec und weiteren wie auch unseres Stevens Racing Teams sehr gut. Mit rund 130 Leuten begannen wir die nicht einfach zu fahrende Strecke in welcher jeweils eine 500m lange Kopfsteinpflasterpassage und ein ca. 1km langer Anstieg bewältigt werden mussten. Ein nervöses Feld, ständige Attacken und der leider ausbleibende Wind machten das Rennen schnell.

Drei oder vier der 13 zu absolvierenden Runden waren in der Tasche und von hier auf jetzt bildete sich im langgezogenen Waldstück eine Gruppe von drei Tschechischen Fahrern. Ich war in diesem Moment mit vorn und versuchte an einen der noch einzelnen Ausreißer heranzukommen, aber meine Lücke wurde leider geschlossen.

Im Nachhinein finde ich es mehr als Schade, und dabei muss ich mir auch an die eigene Nase fassen, dass die Deutschen Teams sich nicht einig waren und während des Rennens untereinander keine effektive Nachführarbeit beschlossen und durchführten. Umso mehr zogen die Tschechen gemeinsam an einem Strang und hielten das Feld zusammen. Respekt möchte ich dem Team High Works aus Gera zollen, denn sie nahmen es als einzige Mannschaft gemeinsam in die Hand und fuhren was das Zeug hielt, um den Vorsprung der Spitze von rund einer Minute konstant zu halten.

In der letzten Runde wurde das Tempo dann doch noch verschärft, aber aufgrund der Einigkeit des Tschechischen Führungstrios war es zu spät. Ich sprintete am Ende auf einen neunten Platz und kann mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein.   

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Am vergangenen Samstag durfte ich in Wittenberg beim “Generali Cup” am Start stehen und war aufgrund meiner bisher erbrachten Leistung hoch motiviert.Das Kriterium welches über 71,4km und 34 Runden ausgetragen wurde, fand auch zur Freude der Zuschauer direkt im Zentrum Wittenbergs statt. Die erste Prämie war mir sicher und ich merkte, dass meine Beine sehr gut waren.

Letztendlich wurde das Rennen durch die Pro Tour Fahrer spannend gehalten und ausreißende Gruppen wurden  stets innerhalb ein paar Runden ins Feld zurück geholt.

Als dann jedoch die schnellen Jungs eine Runde richtig am Horn zogen, war ich von hier auf jetzt und gerade noch so, in der entscheidenden Gruppe, dem Feld mit sieben weiteren einteilt. 4 Runden vor Schluss zog Bert Grabsch (HTV-Columbia) mit seiner besten Zeitfahrmanier auf und davon und unsere Gruppe fuhr den Sprint ums Podium aus. Genau in diesem Moment war ich eingeklemmt, musste bremsen und kam enttäuscht auf einen sehr guten vierten Platz.

Hätte, wenn und aber… könnte ich jetzt schreiben.

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Zuerst muss ich der Mannschaft und unserer Teamleitung des HRV meinen Respekt zollen und mich bei den Fahrern wie unserem Sportlichen Leiter Jens  für das in mir gebrachte Vertrauen bedanken. Bei beiden Rennen arbeiteten wir als Team perfekt zusammen und haben mit jeweils einem zweiten Platz und einem Sieg alles richtig gemacht.

01.05.2010 - Lindener Bergkriterium

Am Samstag fand im Zentrum von Hannover das bekannte Lindener Bergkriterium statt. Die zweite Wertung konnte ich gewinnen und war mit Heinrich unter den ersten fünf platziert. Als eine Gruppe mit 2 KED-Bianchi Fahrern ging, war klar, dass diese die entscheidende Gruppe für das Rennen werden konnte. Und so war es auch, mit insgesamt fünf Fahrern setzte ich mich vom Feld ab und wir fuhren die Sprints untereinander aus. Das Rennen blieb aufgrund der Punktverteilung – Jakob Fiedler (KED-Bianchi) mit 15 – ich mit 14  – Heinrich Berger mit 10 – und Marco Kirischenko (BH Gera) mit 8 Punkten bis zur Schlusswertung spannend. An einem super stark anfahrenden Robert Bengsch und an der Verlängerung von Jakob Fiedler (beide KED) kam ich nicht mehr vorbei und wurde im Zieleinlauf und damit in der Endwertung Zweiter.

02.05.2010 - Landesverbandsmeisterschaft der Nordverbände

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Am Tag darauf fand in Gnutz bei Nortorf die Norddeutsche Meisterschaft im Einer Straßenfahren statt. Auf einer Rundstrecke von 9km Länge konnte sich keine entscheidende Gruppe während der 110km bilden, da durch den geringen Wind und das ständig hohe Tempo sich niemand entscheidend absetzten konnte. Das ganze Team des Harvestehuder RV und die RG Hamburg arbeiteten super für mich und hielten das Feld für den finalen Sprint zusammen. Letztendlich zogen alle gemeinsam an einem Strang und auf der letzten Runde wurden sehr gut und richtig schnell die letzten 1000m angefahren. In der vorletzten Kurve wurde ich von unserem Berliner Bastian Faltin in Position gebracht, musste noch einer gefährlichen Situation zweier SWB Fahrer gegen halten und konnte auf den letzten 150m meinen Sprint anziehen. Sicher kam ich an Bollmann (SWB Bremen) vorbei und gewann die Norddeutsche Meisterschaft. Der Dank und der Sieg gilt dem TEAM.

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Fotos: Danke an Petra Junge und DANO :-)

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