Manchmal muss man sich eingestehen, dass man einfach kein gutes Rennen gefahren ist.
Die Rennen in Ascheffel und Notorf wurden geprägt von der Überzahl an Dänischen Rennfahrern und kaum ein Deutscher konnte in diese Phalax eindringen. Meine teilweise unnötigen und kräfteraubenden Antritte zu einer Spitzengruppe wurden nicht belohnt und ich fand mich an beiden Tagen in einer Verfolgergruppe, oder dem Feld wieder.
Das Wetter und die ständigen Windkanten, in Kobination mit dem hohen Tempo der Dänischen Teams machten die Rennen nicht einfacher. Im nachhinein kann ich mich über mein Abschneiden nur ärgern und hoffe auf ein wenig mehr Cleverness für die nächsten Rennen auf dem Sachsenring und in Leipzig.
Hingegen passt meine Form. Mit der Leistungsdiagnostik vergangenen Donnerstag erhielt ich schwarz auf weiss, dass ich die letzten Monate sehr gut trainiert habe.
Von Tag zu Tag besserte sich das Wetter und wir konnten optimal trainieren.
Um mein Getriebe in Schwung zu bringen, standen etliche K3 und einige Motortrainingseinheiten auf dem Plan. Strecken von bis zu 220km wurden absolviert und ich denke, dass ich in eine sehr gute Straßensaison starten kann. In der kommenden Woche stehen abermals ein paar Arztbesuche und Physiotherapietermine an. Donnerstag erfolgt beim Professor Junker (Universum Bildungsakademie Leipzig) eine Leistungsdiagnostik, welche hoffentlich aufzeigt, dass nichts einem Wiedereinstieg im Weg steht.
Viele Grüße aus Malle und hoffentlich ist schickes Wetter zu Hause…
Mit Beginn des Frühjahrstrainingslagers vom 05.03. bis 21.03. auf Mallorca bot die Insel alles andere als Sommer, Sonne, Sonnenschein. Dennoch konnte ich die ersten vier Tage gut trainieren und fuhr mein erstes Rennen seit über einem halben Jahr. Mit dem fünften Platz im Klassement habe ich mir und meinen Sponsoren bewiesen, dass ich trotz aller Umstände zurückkehren kann und dass ich während meiner Reha gut gearbeitet habe und das Training angeschlagen hat.Als Ursache der Thrombose konnte in den letzten Wochen eindeutig die Knie-OP und die damit verbundene Immobilisation bestätigt werden. Aufgrund der Gefahr eines Rückfalls werde ich mir ab sofort bei längeren Reisen Heparin in eine nicht-vorhandene Bauchfalte spritzen muss. Auch die Kompressionsstrümpfe von Bauerfeind bleiben meine besten Freunde, denn diese muss ich auf unbestimmte Zeit täglich tragen.Ich hoffe auf besseres Wetter auf Malle… Drückt die Daumen.
1 Kommentar
Stück für Stück komm ich zurück, das ist gewiss, denn mit Februar entschieden meine Ärzte und ich die Absetzung des Gerinnungshemmers und damit die Beendigung der Behandlung gegen die Thrombose.
Ich muss dennoch stets einen Kompressionsstrumpf tragen und mir bei längeren Reisen Heparin verabreichen.
Wann ich in die Straßensaison einsteige ist noch offen, da meine Rennplanung noch nicht mit meinem Team abgesprochen ist.