Juli 2009


Bevor Morgen die vermeintlich schwerste Etappe der Sachsentour ansteht, fuhren wir heute vorerst flach in Richtung Süden. Bis Zwickau waren wir auf breiten Straßen unterwegs, dabei gab es auf den ersten 100 km nur eine Bergwertung in Meerane zu bewältigen. Nach 40 schnellen Rennminuten wurde eine Gruppe von 5 Fahrern weggelassen und das Feld fuhr gleichmäßig bis zur „Steilen Wand“ von Meerane. Dort angekommen fuhren dann 3 Teams vorn eingereiht und schlossen kontinuierlich die Lücke zur Spitze. Da das Streckenprofil dann immer bergiger wurde, konnten die Spitzenfahrer kurz nach Zwickau endgültig gestellt werden. Kaum auf der Rundstrecke in Eibenstock angekommen, forcierten die Topfahrer das Tempo derart, dass ich mich in einem großen Gruppetto wiederfand und wir die letzten 35 km dem Ziel gleichmäßig  entgegen fuhren.

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Am Dienstag packte ich aufgrund meiner kurzen Anreise erst am Morgen meine Taschen. Punkt 14 Uhr trafen wir uns mit Patrick Moster, dem Deutschen Bundestrainer, vor dem Dresdner Rathaus. Wir gaben unsere Lizenzen ab, die für die Anmeldung benötigt werden und fuhren direkt zum Hotel. Nach einem lockeren eineinhalbstündigen Training musste ich schnell nochmal nach Hause, um meinen Trainingsanzug zu holen. Um 18:15 Uhr fuhren wir in die Altmarktgalerie zur Vorstellung des Teams und zum Abendessen. Gegen 21 Uhr genoss ich dann noch meine Massage von Walter. Punkt 22 Uhr ging das Licht aus…

Auf die kommenden Tage freue ich mich besonders, da ich endlich mal zu Hause Rennen fahren darf. Ich hoffe vor allem in Freiberg auf lautstarke Unterstützung und versuche natürlich stets mein Bestes zu geben. Wenn eine Tagesplatzierung unter den Besten 5 für mich herausspringt - was jedoch extrem schwer wird - kann ich nicht nur mit meiner Leistung zufrieden sein, sondern habe mich auch mit einem guten Niveau bei der diesjährigen Sachsentour gezeigt. Ob`s klappt, werden wir sehen…

Tag  1 – auf den letzten 300m Weggebrochen

Heute Morgen hieß es ausschlafen… um 8:45 klingelte erst der Wecker; 9:15 Uhr gings zum Frühstück. Danach wurden Sachen gepackt und gegen 11:30 zum Teamwagen gebracht. Den schönsten Teil des Morgens verbrachten wir auf dem Dresdner Neumarkt in einem Cafe. Von der Frauenkirche aus fuhren wir neutral zum Sparkassen-Versicherungsgebäude nahe dem Elbepark. Die Sachsentour wurde bereits in der ersten halben Stunde des Rennens sehr schnell. Innerhalb der ersten 5 km wurde ständig attackiert, so dass früher oder später eine kleine Gruppe gehen musste. Wie am Vorabend besprochen, haben wir die Füße stillgehalten und sind nur mitgerollt. Als die Spitzengruppe aus 2 Fahrern endgültig die Führung übernommen hatte, ging es im Bummeltempo nach Meissen und erst zur 1. Sprintwertung wurde das Tempo wieder verschärft. Dann ging’s gleichmäßig weiter Richtung Rochlitz und das Pokerspiel  der großen Teams begann - wann denn die Verfolgung der Beiden aufgenommen werden solle. Mit Eingang in die Zielrunde fuhren wir ständig über 50km/h und die Positionskämpfe, um in eine bestmögliche Zielsprintposition zu kommen, wurden von Kilometer zu Kilometer schärfer. Ich verballerte auf den letzten 10 km derart viele Körner, dass ich auf den letzten 300 m komplett einbrach und nur noch ins Ziel rollte. André Greipel machte es viel cleverer, denn er kam erst auf den letzten 5 km nach vorn und gewann mit seinem Mörderantritt die erste Etappe.

Heute Abend gibt es um 19:30 Uhr Essen und danach werden mir wieder meine Beinchen durchgeknetet.

Morgen geht’s dann direkt in Erzgebirge. Ab Zwickau ist dann mit einigen hügeligen Wellen rechnen. Die kommende Etappe ist sicherlich noch nicht die schwerste, aber eine, welche man nicht unterschätzen darf.

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Am kommenden Mittwoch nehme ich mit dem Nationalteam an der Internationalen Sachsentour teil. Ich freue mich besonders auf die kommenden Renntage, da ich zum ersten mal durch heimische Gefilde Rennen fahren darf. In der “Freie Presse” wird täglich ein Kurzbericht in der Art eines Tagebuches veröffentlicht. Ich werde auch stets versuchen ein paar Sätze auf meine Seite zu schreiben.

rene

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