Kriterium in Banja Luka
Mit etwas Verzögerung startete das Rennen über 50km auf einer 1,5 km Runde um 18:20 Uhr. Das Starterfeld, welches von Bulgaren, Slowenen und Italienern dominiert wurde, umfasste ca. 110 Rennfahrer, welche zu 75% Vollprofis aus bekannten Continental Mannschaften waren. Ich holte mir in der ersten Wertung einen Punkt und gewann mit ein bisschen Glück die Schlußwertung auf der breiten Zielgeraden. Am Ende konnte ich mit meinem dritten Platz sehr zufrieden sein.
Quer durch Bosnien
Gestärkt und nach einer erholsamen Nacht startete am Samstagmittag das zweite Rennen, welches von Banja Luka über 140 km nach Majic, in der Nähe der Serbischen Grenze, führte. Das überwiegend leicht wellige Streckenprofil, besaß bis auf einen Abschnitt sehr gute Straßen. Platten und Defekte gab es dennoch viele, da die angeschlagenen 20km auf schlechter Straße, eher für das Crossrad tauglich waren, als für den Renner. Es bildeten sich während des Rennens 4 oder 5 gute Gruppen, welche dem Feld enteilen konnten. Da sich jedoch drei Bulgarische Teams zusammengeschlossen haben, betrug der größte Abstand zwischen Feld und den Ausreißern maximal 2min und führte nie zum Erfolg. Ich konnte mich im Zielsprint des Feldes gut in Position bringen und fuhr bis 1000m vor dem Ziel um den Sieg mit. Aber durch eine beabsichtigte Welle eines berühmt berüchtigten Fahrers verlor ich meine gute Ausgangsposition und wurde im Sprint lediglich Achter. Das Beste war aber der Spruch des Typen zu mir im Ziel: „If you wanna die, you go on Sprint tomorrow again.“ Mein persönliches Ziel, ein paar UCI Punkte zu bekommen habe ich mit meinem achten Platz erreicht und war damit zufrieden.
Ungutes Ende – Kein Sprint am nächsten Tag mit uns
Planmäßig sollte es nach Zielankunft im Konvoi gemeinsam nach Serbien über die Grenze zum nächsten Startort gehen, doch leider gab es arge Kommunikationsschwierigkeiten zwischen den Rennveranstaltern und unseren Sportlichen Leitern von “Profi-Line”. Einerseits wollten die Serben angeblich keine Ausländischen Fahrer auf der dritten Etappe haben, anderseits waren die Übernachtung und der Start am dritten Tag von unseren Sportlichen Leitern und den Bosnischen Kommissaren abgesprochen. Die Bosnier erklärten es aber uns persönlich so, dass Sie von nun an aus der Organisation raus sind und mit dem Rennen am folgenden Tag nichts zu tun haben. Schlussendlich blieb uns nichts anderes übrig als nach 2 Tagen in Bosnien den Heimweg anzutreten und die dritte Etappe auszulassen.
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