Januar 2009


Am 01. Februar werde ich die WM mit dem Deutschen Nationalteam bestreiten. Ich freue mich, dass ich nominiert wurde und hoffe, dass ich die Erwartungen an mich erfüllen kann.

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Foto: Armin Küstenbrück

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Am Wochenende stand für mich der letzte Weltcup der Saison an. In Roubaix wurden in den letzten Jahrzehnten Radsportlegenden geboren, aber auch viele Untergänge bzw. Ausstiege hat der berühmte Frühjahrsklassiker Paris - Roubaix zu verzeichnen. Im Velodrom wurde der Startschuss zum Querfeldeinweltcup gegeben. Ich konnte mich gut durchsetzen und versuchte auf der Radrennbahn sehr weit oben zu fahren. Dies gelang super und ich bog als 23 ins Gelände ein. Zwei Stürze direkt vor mir vermasselten mir diese gute Position und ich fand mich nach einer Runde auf Platz 32 wieder. Da das Wetter in den letzten Tagen sehr wechselhaft war - mal Sonne, mal Regen - war die Strecke komplett aufgeweicht. Kurzum eine Rennstrecke mit 40% Laufanteil hat mir und meinem Material schlichtweg den Rest gegeben.

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Meine Knie und mein Rücken schmerzten, so dass ich mich nach dem Zieleinlauf kaum noch bewegen konnte. Auch ein Hinterrad verabschiedete sich, da die Kette aufgrund des Schlamms in etlichen Gängen durchrutschte. Letztendlich wurde ich als 37 gewertet.

Ob ich nun zur WM fahren darf, bleibt abzuwarten. Kein deutscher Elitefahrer hat die Nominierungs-Kriterien des BDR erfüllt. Meine Start- Zu- oder Absage hängt somit vom Präsidium des BDR ab. Ich rechne dennoch fest mit einem Start, denn ich denke, keine Zusage zu erhalten, wäre das falsche Signal für mich und die anderen Fahrer. Schließlich ist unser Fernziel die WM 2011 in St. Wendel.

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Über die Aufregung und alles andere schreibe ich heute mal nichts… Nur eines: aufgeregt war ich genug, denn nur 3 Jungs konnten auf dem Podest stehen, aber vier wollten Gold holen. Das ich dann am Ende Silber für mich erfahren konnte, freut mich fast so doll wie mein Gold vor zwei Jahren  bei der DM in Auerbach.

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Philipp Walsleben war einfach nicht zu schlagen und holte sich hoch verdient seine erste Goldmedaille der Elite Klasse. Der Vollprofi des BK-CP Powerplus Teams konnte sich aufgrund eines technischen Fehlers meinerseits in der Mitte des Rennens von mir lösen. Nach der Treppe klebte ein Eisbrocken an meinem linken Schuh, ich kam nicht in das Pedal und “Walze” war weg. In den drei darauffolgenden Runden versuchte ich alles, um wieder zu ihm aufzuschließen, aber er erlaubte sich keinen Fehler und fuhr souverän sein Rennen.

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Irgendwann sagte mir mein Kopf, dass mein Traum von Gold unerreichbar blieb und Paul Voss vom Team Milram konnte zu mir aufschließen. 4 Runden vor Zieleinlauf gaben wir endgültig den Kampf um den Meistertitel auf, da Walze seinen Vorsprung zu uns konstant hielt und keiner von uns beiden führen wollte. Anderthalb Runden der Bummelei vergingen, bevor das Rennen um Silber neu eröffnet wurde. Er konnte zunächst einen kleinen Vorsprung herausfahren, aber diesen schloss ich wieder. In der letzten Runde lag abermals eine Lücke von 30 Metern zwischen uns. Ich gab alles, um das Loch zu schließen und kam spürbar wieder näher an Paul heran. Als er nach dem Pavillon auf einer vereisten Welle ausrutschte, war mein Weg für Silber frei. Die letzte dreiviertel Runde fuhr ich absolut auf Sicherheit und genoss meinen Zieleinlauf als „Erster der Sterblichen“ bzw. Vizemeister.

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Hiermit möchte ich mich bei meinem Sponsor Stevens Bikes für das vergangene Jahr bedanken und hoffe mit dem Vizetitel Werners gewünschtes Weihnachtsgeschenk nachgereicht zu haben.

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Und an die Mädels und Jungs aus Freiberg und Dresden: IHR WARD AM LAUTESTEN – unglaublich, euch habe ich immer und überall gehört. DANKE…

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Fotos: Armin Küstenbrück

 

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In vier Tagen und ein paar Stunden fällt zum spannendsten Rennen in Deutschland der Startschuss - zur Deutschen Meisterschaft.

Die Aufregung aller Favoriten steigt ins Unermessliche und die Nerven sind zum Reißen gespannt. Alles gilt nur noch dieser einer Stunde am Sonntag von 14:30 bis 15:30 Uhr in Strullendorf. Die letzten Trainingseinheiten sind absolviert, die eine oder andere Pressemitteilung wird noch geschrieben und die Räder werden auf Hochglanz poliert. Ansprechbar sind wir Fahrer am Tag der Meisterschaft nicht mehr, denn nur ein Fehler, sei es bei der Technik oder ein Ausrutscher auf der Strecke, verheißt nichts Gutes und kostet oftmals den Sieg…aber nur der zählt.

Die Favoriten werden aus allen Ecken und Lagern heiß diskutiert. Für mich heißt er: Philipp Walsleben - mit seiner bisherigen Leistung national wie international hat er seine Rolle als Gejagter mehr als bestätigt. Dicht dahinter muss man jedoch auch Johannes Sickmüller und Paul Voss nennen. Ich sehe mich unter diesen Dreien allerdings nicht als Außenseiter, sondern vielmehr als Derjenige, der mit ganz viel Glück und guten Beinchen einen weiteren Titel holen kann. Bei den letzten beiden Meisterschaften habe ich ausdrücklich bewiesen, dass ich zur DM stets topfit am Start stehe und auch selbst mit einer Medaille rechnen kann. Nur welche ist die Frage bzw. welcher oder welche dieser Drei werden hinter oder vor mir sein?

Zur Taktik kann ich nur Eines schreiben. Vossi und Philipp hätten es sicherlich am Liebsten, wenn sie gleich innerhalb der ersten Runden alle Stevens-Fahrer abschütteln und das restliche Rennen unter sich austragen könnten. Wenn dies nicht funktioniert, dann wird es spannend, denn die äußerst schnelle Rennstrecke in Strullendorf lässt viel Spielraum für taktische Spielereien. Dazu kommt das Wetter. Aktuell sind Temperaturen um den Gefrierpunkt angesagt und die vorhandene Schneedecke wird sicher liegen bleiben. Bei den vielen Wettkämpfen vor dem Elite-Rennen werden so einige Kurven sicherlich vereist sein.

Es wird also spannend werden…

Und anfeuern hilft auch ;-)

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Die beiden letzten Rennen des Deutschlandcups ging ich ziemlich gelassen an. Denn die Vorgabe des Teams, den Deutschlandcup zu dominieren und in der Elite-Klasse den Sieger sowie weitere Platzierungen zu stellen, hatten wir bereits in den vorherigen Rennen erfüllt. Johannes Sickmüller holte sich den Gesamtsieg und ich konnte zum wiederholten Mal den 2. Platz belegen. Dritter wurde Konrad Opitz, ebenfalls Stevens.

Eine kleine Revanche für die letztjährige Meisterschaft gönnte ich mir in Herford. Ich gewann das Silvestercross in Herford vor Johannes und Malte Urban - Nur leider war das Rennen keine Deutsche Meisterschaft.

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Foto: Rene Penno

Ein bisschen ins Straucheln kam ich mit meinem Trainingsplan zwischen Neujahr und dem Deutschlandcupfinale in Vechta am 04.01.2009.  Beim Training am 02. Januar kollidierte ich mit einem Jugendfahrer und holte mir eine Prellung am Handgelenk und Schürfwunden im Gesicht. Kurzum, ich sah bzw. sehe grad aus wie ein Boxer - Aufgeplatzte Lippe, blaues Auge, zerschundenes Kinn…

In Vechta konnte ich trotz allem einen sehr guten Start hinlegen und bestimmte das Rennen die ersten vier Runden alleinig an der Spitze des Feldes. Nach einem Sturz holten mich die Schmerzen im Handgelgenk wieder ein und ich fuhr nur noch auf Sicherheit. Innerhalb einer Runde überholten mich Paul Voss und Christoph Pfingsten. Durch den immer wiederkehrenden Regen wurde die Strecke unberechenbar und 2 weitere Stürze folgten. Als Vierter beendete ich das Rennen und war auf Grund der Kälte erst wieder unter der Dusche ansprechbar und auch ein kleines bisschen froh darüber, dass Crossrennen nur 60 Minuten dauern.

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