Datum Ort Kategorie Platz
03.12.2006 Waldenburg LVM 1
10.12.2006 Frankfurt DC C2 4
26.12.2006 Hofstade WC 31
29.12.2006 Vechta DC 2
30.12.2006 Herford DC C2 3

Der Dezember begann mit der Sportlerehrung der TU Dresden. Die Abteilung Radsport in Dresden unter Leitung von Frank Ziemann leistete derart gute Arbeit, dass diese Sportart auch die erfolgreichste der TU war und sicher auch bleibt. Meine Erfolge bei der Studenten WM (Platz 4) und Allgemeiner Deutscher Hochschulmeister wurden unter anderem geehrt.

Ein paar Tage drauf gab es ein Heimspiel für mich. Die Landesmeisterschaft in Waldenburg war überschaubar. Die Favoriten mit Karsten Volkmann und Stefan alias Ute Freudenberg waren klar und ebenso musste ich das Rennen gewinnen. Die ersten drei Runden konnten Karsten und ich gut zusammenarbeiten und das Tempo hoch halten. Stefan hatte am Anfang technische Probleme. Karsten rutschte in der dritten Runde in einer rechts Kurve weg und ich hatte dadurch eine Lücke von 50 Meter inne. Zunächst hielt ich das Tempo konstant und später versuchte ich technisch etwas dazuzulernen und fuhr nur in den technischen Passagen der Runde nahezu 100 Prozent. Das Rennen gewann ich mit rund einer Minute Vorsprung.

Am 10.12. stand das wichtige Rennen der Kategorie 2 in Frankfurt an. Nur bei den Rennen Frankfurt, Magstadt, Hamburg und Herford kann man neben Deutschlandcuppunkten auch Weltranglistenpunkte ergattern. Mit Platz 86 in der Weltrangliste durfte ich mich in der zweiten Startreihe aufstellen. Der Start lief optimal und ich konnte als vierter in das Gelände gehen und fuhr sogar als zweiter auf das gerade und breite Stück der Strecke. Bereits jetzt bildete sich eine Spitzengruppe. Tim Van Nuffel (Belgien – Top 15 der Welt), Steve Chainel (Frankreich – Platz 4 WM Zeddam 2006), und Philipp Walsleben (Deutschland – Führender Deutschlandcup) und ich bildeten diese Spitzengruppe.

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Sie hielt fast die gesamte Zeit des Rennens. Philipp hatte leider einen technischen Defekt und fiel damit etwas zurück. Das Tempo wurde aber dennoch derart hoch gehalten, dass niemand aufschließen konnte. Zwei Runden vor Schluss dachte ich schon, ich schaff es das erste Mal auf ein Podium bei einem C2 Rennen, nur hatte in der zweiten Hälfte des Rennens Malte Urban derart gute Beine, dass er im Zielsprint das Rennen noch gewinnen konnte. Steve Chainel kam auf zwei und Tim auf drei. Ich wurde vierter und erreichte mit diesem Ergebnis mein bestes Resultat überhaupt. Total fertig und entkräftet im Ziel konnte ich es nicht fassen, dass ich mit den schnellen Jungs mithalten konnte.

Leider konnte ich wegen eben diesem wichtigen Rennen nicht bei der Preisverleihung der Sportlerwahl in Freiberg teilnehmen. Ich belegte den dritten Platz, Dirk Meinelt (RST Freiberg) vertrat mich. Für die Sportlerwahl nächstes Jahr sehe ich optimistisch in die Zukunft, denn dieses Jahr habe ich bereits jetzt schon doppelt so viel erreicht wie letzte Saison. Als Beispiel hierfür ist Frankfurt: letztes Jahr bin ich entkräftet um Platz 20 ausgestiegen und dieses Jahr konnte ich mit dem vierten Platz das Rennen beenden.

Nach Frankfurt war das Trainingslager in Hamburg über ca. 12 Tage. Grundlagenblock und Kraftausdauer…
Am 25.12. nahm ich mir ein Mietauto und jettete damit regelrecht Richtung Duisburg. Dort angekommen nahm mich Jens in seinem Saab mit. Die Strecke in Hofstade war gespickt mit Sandpassagen. Anders als in Koksijde jedoch war keine ansteigende Laufpassage dabei. Ich kam bei dem Rennen besser mit dem Sand zurecht und behauptete mich in einer Gruppe um die ersten 30. In der vorletzten Runde verpasste ich eine Spur im Sand und knallte heftig gegen die Absperrung. Die Platzierung unter den ersten 30 war futsch. An Position 34 liegend konnte ich allein in einer Runde wieder 3 Leute, darunter Thorsten stellen und gewann den Sprint gegen Julien Absalon.

Weihnachten war vorbei und wir fuhren von Hamburg aus nach Vechta. Die Strecke hat sich zum letzten Jahr hin kaum verändert. Die Spitzengruppe gebildet mit Sese, Malte, Fabo und mir konnte sich bereits in der ersten Runde absetzen. In der letzten Runde war Sese zu aufgeregt und rutschte auf der Treppe weg. Malte gewann den Sprint gegen mich um wenige Zentimeter.
Am Tag drauf ging es nach Herford. So zu sagen in den Rachen des Löwen – Maltes Heimat.
Das Malte da gewinnen wollte stand fest, so ging er auch die ersten Runden des Rennens an. Absolut dominant führte er von vorn. Doch direkt nach der Wechselpassage, in der dritten Runde, riss er sich sein Schaltwerk ab. – Huch ich war allein vorn in der Spitze. Aus Angst und aus Respekt habe ich das Tempo etwas herausgenommen und Martin Nijland kam von hinten an und vorbeigefegt. Johannes, ca. 20m hinter mir, konnte während des gesamten Rennen zu mir nicht vollständig aufschließen, aber ich konnte mich auch nicht weiter nach vorn lösen. In der vorletzten Runde kam Walze. Im Sprint hat Walze mir meinen schon fast sicher geglaubten zweiten Platz abgenommen. Schade aber dennoch das beste Resultat für mich in einem C2 Rennen.

Das letzte Wochenende war ich in Nommay. Der vorletzte Weltcup der Saison und für mich das drittletzte Rennen.
Die Strecke führte komplett über Wiese und Acker. In den Nächten vorher regnete es, so dass aus fast der kompletten Runde eine Schlammschlacht wurde.
Die Organisatoren hatten aber die Wetterverhältnisse im Griff und steckten die Breite der Runde von Rennen zu Rennen etwas anders. Wir fanden dann somit trotzdem noch trockene Brocken :-)
Mein Start lief alles andere als optimal ich kam nicht in die Pedale und konnte somit meine günstige Position in der vierten Reihe nicht ausnutzen.
In den ersten Runden fuhr ich mit einer 5er Gruppe zwischen Platz 25 und 30. Aus dieser versuchte ich in der vierten Runde zu flüchten, jedoch versteuerte ich mich und knallte gegen einen Absperrpfosten am Rand. Auf Position 28 fand ich mich wieder. In den letzten beiden Runden wurde ich noch von Lukas Flückinger (SUI) und Johannes Sickmüller (GER) kassiert.
Alles in allem war es das beste Resultat für mich im Weltcup. Jedoch bin ich eher unzufrieden, da mein Kopf nicht ganz frei war. Die letzte Woche mit dem DM Titel und dazu der Stress an der Uni hat eine Menge Körner im Vornherein gekostet.

Am 21.01. ist das letzte Rennen des Weltcups in Hoogerheide. Ich hoffe da läuft es besser. Direkt danach bleibe ich in Belgien und werde mich voll auf die WM konzentrieren.

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