Sommersaison 2009


Lange habe ich auf meinen Seiten nichts mehr geschrieben… Es lag sicherlich am schönen Wetter, so dass ich meine Zeit anders verbrachte.

Die Internationale Sachsentour ist Geschichte. Mir erging es in den 5 Tagen unter den Pro Tour Rennfahrern sehr gut und ich konnte mich hier und da in Szene setzen. Dass am Ende kein Top Resultat in einer Tagesplatzierung heraussprang finde ich auch nicht weiter tragisch, da es schlichtweg ausserhalb meiner Möglichkeiten lag. Ich habe das Erzgebirge in den Tagen liebgewonnen, ebenso wie gehasst. Das ständige bergauf und bergab zerrte mächtig an den Reserven und katapultierte mich immer wieder an meine Leistungsgrenze. Worauf ich besonders gern zurück schaue, ist die Sprintwertung in Freiberg und der gesamte vorletzte Tag der Tour. Ich konnte auch aufgrund meiner Ortskenntnis mich vom Feld lösen und fuhr an diesem jenen Tag 140km in der Spitzengruppe. Am Schlusstag versuchte ich nochmals alles und attackierte direkt auf der Startgeraden in Dresden.

Attacke hiess es auch eine Woche später in Seiffen. Der Erzgebirgs-Bike-Marathon in Seiffen ist für mich persönlich der schönste MTB-Marathon Deutschlands. Ich kenne die Strecke schon seit meinen Anfängen als Radsportler und fahre jedes Jahr auf’s erneute mit Siegambitionen hin. Auch dieses Jahr versuchte ich Thomas Nicke - dem achtfachen Seriensieger der 100km Runde - paroli zu bieten und konnte ihm als Einziger standhalten. Ich fühlte mich Topfit und hatte die Sachsentour gut verkraftet, so dass ich nie an meine Leistungsgrenze gehen musste. Nach 35 absolvierten Kilometern sackte urplötzlich meine Federgabel ein und machte keinen Mucks mehr. Schlussendlich schied ich aufgrund diesen Defektes aus, da er nicht zu beheben war und die Sturzgefahr mit solch einer Gabel ins unermessliche stieg.

Leicht gefrustet fuhr ich einen Tag später als geplant in meine Sommerpause an den Gardasee. Ich habe die Tage in Italien sehr genossen und freue mich nun auf die bevorstehende Crosssaison. Zuvor fahre ich noch ein paar Rennen auf der Straße, bevor es dann gegen Ende September ernst wird.

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Bevor Morgen die vermeintlich schwerste Etappe der Sachsentour ansteht, fuhren wir heute vorerst flach in Richtung Süden. Bis Zwickau waren wir auf breiten Straßen unterwegs, dabei gab es auf den ersten 100 km nur eine Bergwertung in Meerane zu bewältigen. Nach 40 schnellen Rennminuten wurde eine Gruppe von 5 Fahrern weggelassen und das Feld fuhr gleichmäßig bis zur „Steilen Wand“ von Meerane. Dort angekommen fuhren dann 3 Teams vorn eingereiht und schlossen kontinuierlich die Lücke zur Spitze. Da das Streckenprofil dann immer bergiger wurde, konnten die Spitzenfahrer kurz nach Zwickau endgültig gestellt werden. Kaum auf der Rundstrecke in Eibenstock angekommen, forcierten die Topfahrer das Tempo derart, dass ich mich in einem großen Gruppetto wiederfand und wir die letzten 35 km dem Ziel gleichmäßig  entgegen fuhren.

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Am Dienstag packte ich aufgrund meiner kurzen Anreise erst am Morgen meine Taschen. Punkt 14 Uhr trafen wir uns mit Patrick Moster, dem Deutschen Bundestrainer, vor dem Dresdner Rathaus. Wir gaben unsere Lizenzen ab, die für die Anmeldung benötigt werden und fuhren direkt zum Hotel. Nach einem lockeren eineinhalbstündigen Training musste ich schnell nochmal nach Hause, um meinen Trainingsanzug zu holen. Um 18:15 Uhr fuhren wir in die Altmarktgalerie zur Vorstellung des Teams und zum Abendessen. Gegen 21 Uhr genoss ich dann noch meine Massage von Walter. Punkt 22 Uhr ging das Licht aus…

Auf die kommenden Tage freue ich mich besonders, da ich endlich mal zu Hause Rennen fahren darf. Ich hoffe vor allem in Freiberg auf lautstarke Unterstützung und versuche natürlich stets mein Bestes zu geben. Wenn eine Tagesplatzierung unter den Besten 5 für mich herausspringt - was jedoch extrem schwer wird - kann ich nicht nur mit meiner Leistung zufrieden sein, sondern habe mich auch mit einem guten Niveau bei der diesjährigen Sachsentour gezeigt. Ob`s klappt, werden wir sehen…

Tag  1 – auf den letzten 300m Weggebrochen

Heute Morgen hieß es ausschlafen… um 8:45 klingelte erst der Wecker; 9:15 Uhr gings zum Frühstück. Danach wurden Sachen gepackt und gegen 11:30 zum Teamwagen gebracht. Den schönsten Teil des Morgens verbrachten wir auf dem Dresdner Neumarkt in einem Cafe. Von der Frauenkirche aus fuhren wir neutral zum Sparkassen-Versicherungsgebäude nahe dem Elbepark. Die Sachsentour wurde bereits in der ersten halben Stunde des Rennens sehr schnell. Innerhalb der ersten 5 km wurde ständig attackiert, so dass früher oder später eine kleine Gruppe gehen musste. Wie am Vorabend besprochen, haben wir die Füße stillgehalten und sind nur mitgerollt. Als die Spitzengruppe aus 2 Fahrern endgültig die Führung übernommen hatte, ging es im Bummeltempo nach Meissen und erst zur 1. Sprintwertung wurde das Tempo wieder verschärft. Dann ging’s gleichmäßig weiter Richtung Rochlitz und das Pokerspiel  der großen Teams begann - wann denn die Verfolgung der Beiden aufgenommen werden solle. Mit Eingang in die Zielrunde fuhren wir ständig über 50km/h und die Positionskämpfe, um in eine bestmögliche Zielsprintposition zu kommen, wurden von Kilometer zu Kilometer schärfer. Ich verballerte auf den letzten 10 km derart viele Körner, dass ich auf den letzten 300 m komplett einbrach und nur noch ins Ziel rollte. André Greipel machte es viel cleverer, denn er kam erst auf den letzten 5 km nach vorn und gewann mit seinem Mörderantritt die erste Etappe.

Heute Abend gibt es um 19:30 Uhr Essen und danach werden mir wieder meine Beinchen durchgeknetet.

Morgen geht’s dann direkt in Erzgebirge. Ab Zwickau ist dann mit einigen hügeligen Wellen rechnen. Die kommende Etappe ist sicherlich noch nicht die schwerste, aber eine, welche man nicht unterschätzen darf.

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Am kommenden Mittwoch nehme ich mit dem Nationalteam an der Internationalen Sachsentour teil. Ich freue mich besonders auf die kommenden Renntage, da ich zum ersten mal durch heimische Gefilde Rennen fahren darf. In der “Freie Presse” wird täglich ein Kurzbericht in der Art eines Tagebuches veröffentlicht. Ich werde auch stets versuchen ein paar Sätze auf meine Seite zu schreiben.

rene

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In der letzten Woche bin ich die Tour of Malopolska gefahren.  Das Tourprofil war wellig bis bergig. Lange Flachstücke gab es nicht und auch das Tempo war durchweg hoch, da fast alle Polnischen Profiteams gemeldet haben. DHL Author war allein mit 10 Mann am Start und neben Mroz, CCC Polsat  und dem Polnischen Nationalteam die Akteure schlechthin.

Prolog mitten in Krakau – Rund um das Nationalmuseum

Der Prolog fand auf einem Marktplatz direkt in Krakau statt. Der Kurs welcher 54mal umrundet werden musste war nicht schwer, da flach, aber aufgrund des Fliesenartigen Untergrundes extrem rutschig und unberechenbar. Ich durfte mich in der Startaufstellung in der dritten Reihe platzieren und  kam auch richtig gut weg. Doof war, dass in der ersten Kurve direkt vor mir ein Fahrer gestürzt ist und ich unmotiviert drüber gepurzelt bin.  So durfte ich mich hinten einreihen und hörte und sah vielleicht 4 weitere Stürze. CCC Polsat reihte sich vorn ein und verschärfte das Tempo derart, dass dahinter alle auf ihren Positionen bleiben mussten, bzw. es nicht möglich war nach vorn zu kommen. Karsten Volkmann holte sich mit viel Auge ein paar Punkte in einer der Wertungen und belegte den zehnten Platz des Kriteriums.

Schnelles Rennen über ne schicke Landschaft und Berge

Am Zweiten Tag trug somit Volki das blaue Trikot des besten Ausländers. Das Rennen ging schnell los und war durch die Hitze und Berge alles andere als einfach. Leider verloren wir im Rennen Carsten, Schubi und Kiri. Der Rest von uns verpasste auch aufgrund der Unkenntnis des Profils bzw. der Schlussrunde die entscheidende Gruppe  auf den letzten 15km und kam mit rund 45 Sekunden abgeschlagen hinter der 16 Köpfigen Spitzengruppe an. Ich wurde 20ter im Zielsprint.

Übernahme des „Blauen Trikots“ des besten Ausländers

Tag Drei – Sommer Sonne Sonnenschein – was kann nur noch schöner sein – REGEN. Nach bereits ca. 20km setzte ich mich mit 7 weiteren Fahrern vom Feld ab und fuhr mit fünf von denen vorn klassisch rein und raus. Jeweils ein Fahrer von DHL und Mroz fuhren Führungen wegen ihrer Teamorder nicht mit. Zur ersten Bergwertung fiel ich ab, weil der Berg mit seinen rund 10% zu steil für mich war. Mit Glück konnte ich mich zur Spitzengruppe zurückrobben und fuhr von da an nur noch halbherzig die Führungen. Am steilen Stück der zweiten Bergwertung fiel ich wieder ab, konnte aber sobald es flacher wurde wieder vorn aufschließen. Bei der Dritten Wertung nach 124km sammelte ich einen Bergpunkt und sicherte mir damit auch eine Sekunde Bonifikation.  Schlussendlich wurden wir 5km vor dem Ziel leider gestellt, da DHL das Loch zu uns zufuhr.  Im Schlusssprint konnte ich trotz allem einen 15ten Rang für mich herausfahren. Abends stellte sich dann heraus, dass ich aufgrund der Bonifikation am vierten und letzen Tag das Blaue Trikot tragen durfte, welches ich einem tschechischen Fahrer abnehmen konnte. Volki, Wieli und Jens fuhren mit mir und mit dem Feld ins Ziel.

Attacke der Tschechen und Letten auf das Blaue Trikot

Der vierte Tag begann wie gewohnt mit Attacken einiger Fahrer bei Kilometer Null. Besonders die Tschechen und Letten waren sauer, dass wir das blaue Trikot tragen durften. Der deutsche Wetterbericht traf vollkommen zu und das Wolkenband über uns bescherte Regen, Regen und nochmals Regen. Bereits bei der Ersten Bergwertung wurde derart schnell gefahren, dass es das Feld in 2 größere Gruppen zerteilte. Da jedoch viele gute Fahrer hinten waren, fuhren alle wieder zusammen. Darauf folgte ein 50km langes Flachstück bzw. Talfahrt. Da es im Gebirge sehr kalt war, war man in diesem Streckenabschnitt am hauptsächlichsten damit beschäftigt nicht komplett einzufrieren. Mit km 86 folgten die zweite Bergwertung und auch die Ernüchterung meinerseits, dass ich es sicher nicht schaffen werde, das blaue Trikot zu verteidigen. Volki, Wieli und Jens fühlten sich leider noch schlechter und stiegen mit Bedacht auf ihre Gesundheit vom Rennen aus. Ich fuhr weiter und verfolgte mit weiteren Fahrern die Spitzengruppe. Dort angekommen ging es direkt wieder bergauf, wo es endgültig um mich geschehen war. Vorn fuhren vielleicht 20 Mann auf und davon. Abgeschlagen im Ziel angekommen, aber dennoch glücklich drüber, dass meine Form abermals besser wurde kam ich nach 155km pitschnass im Ziel an. Meinen Top 20 Gesamtwertungsplatz müsste ich behalten haben, da aber ich die Listen noch nicht gesehen habe, ist dies ohne Gewähr.

Fazit – schöne Rundfahrt, leider wieder viel Regen in Polen

Die Tour of Malopolska ist jedem Rennfahrer zu empfehlen, der Berge und wellige Abschnitte mag und diese gut fahren kann. Zu Sprintentscheidungen kam es nur, da sich die Führenden Teams eingereiht haben und die entstandenen Lücken zugefahren sind. Wie in Osteuropa üblich wird man als Deutscher niemals eine solche Rundfahrt gewinnen können. Die polnischen Jungs drücken einfach zu sehr auf die Pedale und es gewinnt trotz 3 heftigen Bergwertungen  auch schon mal ein Typ mit Sprinterfigur. Die Übernachtung, Verpflegung und Organisation sind top.  Ein 3 Sterne Hotel und ein reichhaltiges Büfett früh und abends passt perfekt. Mit hat es Spaß gemacht, da Volki immer lachen, Schubi perfekt Polnisch kann, Thomas Rieger mit seiner Erfahrung alles im Griff hat, Daniel jeden Spaß mitmachte – ich sag nur „Willkommen in Osteuropa“, Kiri weniger am letzten Tag sagte, da der polnische Vodka wohl sehr gut geschmeckt hat, Jens und Wieli längst möglich durchgehalten haben und mich auf der letzten Etappe bestens unterstützten . Danke dafür und hoffentlich bis bald…

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