5. Feb
2009
Zwei Jahre nach meinem fantastischen Weltcupergebnis in Hoogerheide fand nun dieses Jahr die Weltmeisterschaft in dem kleinen Örtchen in der Nähe von Antwerpen statt. Dementsprechend hoffte ich auf ähnliche Wetterbedinungen wie damals, denn bei Regen um dem Gefrierpunkt fahre ich nunmal meine besten Rennen. Es kam wettertechnisch aber ganz anders. Noch nie war ein Rennen in Hoogerheide derart schnell und trocken. Eigentlich ideal für alle Rennfahrer (außer mich ;-), wenn nicht dieser stürmische und kalte Ostwind gewesen wäre…
Im Rennen der U23 belegten drei Deutschen Fahrer die Plätze Eins (Philipp Walsleben), Zwei (Christoph Pfingsten) und Fünf (Sascha Weber). Das gab es noch nie! Deutschland - die Crossnation, die keine ist. Allen fünf Jungs der Nationalmannschaft sowie Hanka Kupfernagel gilt mein absoluter Respekt.
Mein Rennen begann in der fünften Reihe und ich kam super weg. Auf den ersten Metern konnte ich ca. 15 Positionen gut machen und fuhr 25 min in einer Gruppe bis zum 16. Platz mit. In dieser Gruppe war unter anderem Erwin Verwecken und Lars Boom - beide potentielle Titelanwärter. Naja, auf der Zielgeraden die Gruppe anzuführen, war wohl dann doch etwas größenwahnsinnig, so dass ich keine zehn Minuten später die Parkkarte zog und die Aussicht auf eine Platzierung unter den ersten 20 verlor.

Foto: Armin Küstenbrück
Hinzukam, dass ich mich bis dahin keine einzige Sekunde erholen konnte, da das Tempo einfach zu hoch war und ich nach jeder Kurve 120% geben musste, um dran zu bleiben. Die durchschnittliche Geschwindigkeit lag in den ersten Runden knapp über 30 km/h und die Jungs wurden nicht langsamer. Kaum Luft geholt kam schon eine Verfolgergruppe von hinten. Die letzten Runden biss ich mich in dieser fest und fuhr im Sprint als Zweiter der Gruppe ins Ziel und damit auf Platz 28.
Mit einem Top 30 Ergebnis konnte ich zufrieden und glücklich meinen Heimweg antreten und mich in meine Winterpause begeben. In den nächsten 3 Wochen werde ich weniger Radfahren und versuchen mal für die universitätstechnischen Sachen ein bisschen Gas zu geben.
noch keine Kommentare
Rene in der Kategorie




